Die Jungen Götter

Die Geburt der Jungen Götter

Als die Zeit durch die Macht der Rungodhen nur noch in eine Richtung floss und aus allen Möglichkeiten nur noch eine Realität entstehen konnte war die Welt geradlinig geworden. Es gab nun eine Vergangenheit, es gab die Gegenwart und es gab etwas, das in der Zukunft liegt.
Für das Leben hatte dies eine wichtige Bedeutung, denn es war nun möglich, eine Lebensspanne zu verleben, geboren zu werden, zu wachsen und zu gedeihen, bevor das Leben wieder endete. Die alten Götter nutzten diese Möglichkeit, um noch mehr Leben zu erschaffen. Sie erweiterten die Vielfalt des Lebens um Tiere aus der Erde, Fische im Wasser und Vögel in der Luft.
Dies war der dritte Schöpfungsakt.

Doch während die Rungodhen sich noch für die mächtigsten Wesen der materiellen Welt hielten und voller Stolz und Übermut waren, entschied die Urgewalt des Gleichgewichts, die Rungodhen für ihre Anmaßung zu bestrafen, denn auch wenn sie das eine Gesetz, die Schöpfung zu Zerstören, zwar nicht gebrochen hatten, so hatten sie es doch bei weitem sehr strapaziert und so gab es nur eine Lösung.
Gleichgewicht bat Chaos, weitere eintausend Götterseelen zu schmieden. Als Leben ihre Schicksale verknüpfte, sollten diese Götter nicht alle ein großes gemeinsames Schicksal teilen, sondern in verschiedene Göttergeschlechter unterteilt werden.

Und so betraten die Jungen Götter die Welt, mal in größerer Zahl, mal in geringer Zahl und einige Male auch ganz alleine. Gleichgewicht war zufrieden, denn nun standen den eintausend alten Göttern genausoviele junge Götter gegenüber, die nun im Westen, Süden und Osten ihre Reiche aufbauten.
Die Rungodhen erkannten, dass sie anmaßend waren, als sie die Gesetze von Zeit nach ihrem Willen gebeugt hatten und nahmen die Verantwortung an sich, die jüngeren Göttern in ihrem Wissen zu unterweisen, damit diese nicht den selben Fehler machten wie sie selbst. Die Rungodhen verblieben in ihrem Reich im Norden und wurden fortan auch die Götter des Nordens genannt.

Das Zeitalter der Unsterblichen

Die Götter lebten zehn Jahrtausende in Frieden miteinander und erschufen weitere Geschöpfe. Dann wurden die ersten Drachen als zweites unsterbliches Volk geboren.
Wie einst den jungen Göttern waren die Rungodhen auch den Drachen Lehrer und Freunde. Die mächtigen Drachen lernten schnell und erschufen bald ihr eigenes Reich und erkundeten die Welt.

Dann, nach weiteren dreitausend Jahren erwachten die Gargylen als drittes unsterbliches Volk zum Leben.  Die Gargylen errichteten schon wie die Drachen und die Götter zuvor ihr eigenes Reich und ließen sich von den Göttern in die Geheimnisse und Mysterien des Universums einweihen.

Als Arkahad, der auch der lebendige Gott genannt wurde, die Elfen erschuf, waren die Rungodhen neidisch, denn bisher waren nur sie es gewsen, die neues Leben erschaffen hatten. Arkahad hatte das Elfenvolk wohlüberlegt geschaffen, harmonisch und in einer ein Jahrtausend währenden Geduld.
In ihrem Stolz gekränkt, ahmten die Götter des Nordens Arkahads Schöpfung nach. In den folgenden Jahrhunderten entstanden allerlei Geschöpfe, Gnome, Kobolde, Trolle, Oger, Goblins und unzählige weitere Kreaturen. Keine kam an die Anmut, die Schönheit oder die Intelligenz der Elfen heran.
So entschlossen die beiden weisesten der Rungodhen, Laegethnir und Viunethnir, ihren Stolz zu vergessen und Arkahad aufzusuchen. Der jüngere Gott sollte den beiden älteren Göttern ein Lehrer sein und der lebendige Gott willigte ein. Er unterrichtete Laegethnir und Viunethnir und als diese schließlich nach Runangart zurückkehrten, erschufen die Götter des Nordens den Menschen und damit auch einst die größte Tragödie nicht nur für die Rungodhen sondern für alle Götter und alles Leben auf der Welt.
Dies war der vierte Schöpfungsakt.



2 Responses to Die Jungen Götter

  1. Deine Schwägerin :D says:

    wow wirklich toll *_*
    du hast nen super schreibstil und ich werde es auf jeden fall weiter verfolgen.
    weiter so!!!


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